Das Wichtigste auf einen Blick
1️⃣ Produkteinträge im Google Unternehmensprofil sind dein digitales Schaufenster mit Bild, Beschreibung, Preis und Link und können Klicks auf deine Website und Conversions erhöhen.
2️⃣ Füge Produkte oder Kategorien in deinem Google Unternehmensprofil unter „Produkte bearbeiten“ hinzu und trage dort die Daten mit Bild ein.
3️⃣ Achte besonders darauf, einen Titel und ein Bild zu verwenden, durch welches der Nutzer dein Produkt möglichst klar versteht. Ziel ist hier ein Klick auf deine Website.
Inhalt
Für welche Unternehmen die Produktfunktion sinnvoll ist
Besonders geeignet ist die Funktion für lokale Geschäfte, die physische Produkte anbieten und einen Onlineshop haben. Ein Fahrradladen kann konkrete Modelle zeigen, ein Möbelhaus einzelne Sofas, eine Boutique ausgewählte Taschen, usw. Bilder und Produktangaben machen das Angebot sichtbarer und erhöhen die Websitebesuche und Conversions.
In der Google-Suche können Produkte innerhalb deines Unternehmensprofils auftauchen – etwa wenn jemand direkt nach deinem Firmennamen sucht. Auf Google Maps können Nutzer sie beim Öffnen deines Profils entdecken. Position und Darstellung variieren je nach Gerät und Oberfläche.
Nutze die Produktpräsentation, auch wenn du nur lokal physische Produkte anbietest. Ein eigener Onlineshop ist jedoch nicht nötig. Potenzielle Kunden können durch die Produkte auf deinem Profil erkennen, ob du die gesuchten Waren anbietest, und werden dein Geschäft somit eher besuchen.
Produkte im Google Unternehmensprofil anlegen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Suche in der Google-Suche nach deinem Unternehmensnamen, um zu dem Verwaltungsbereich deines Google Unternehmensprofils zu gelangen.
Achte darauf, mit dem Google-Konto angemeldet zu sein, mit dem du dein Unternehmensprofil verwaltest (erkennbar an dem Profilbild oben rechts).
Klicke dann auf Produkte bearbeiten, um bestehende Produkte zu bearbeiten oder neue hinzuzufügen:
In dem Menü Produkt hinzufügen kannst du jetzt Produktname, Kategorie, Produktpreis, Produktbeschreibung und URL der Produktseite eintragen und ein Produktbild hinzufügen:
Kontrolliere dann sowohl auf Google Maps als auch auf Google wie deine Produkte und Kategorien im Google Unternehmensprofil dargestellt werden:
Sonderfälle
Abhängig von der primären Unternehmenskategorie können in deinem Google Unternehmensprofil weitere Funktionen freigeschaltet sein. Diese spezifischen Funktionen solltest du, sofern verfügbar, der Produktfunktion vorziehen. Verwende beispielsweise als Restaurant die Funktion „Speisekarte (Menü)“ statt der Produkte.
Produkteeinträge optimieren
Mit diesen Tipps holst du das meiste aus deinen Produkteinträgen heraus:
Produktkategorien und Struktur
- Nutze Begriffe die dein Sortiment möglichst einach Beschreiben: „Esstische“, „Stühle“ und „Regale“ statt interner Warengruppen oder nichtssagende Kategorien wie „Wohnwelten“.
- Wähle eine einheitliche Gliederungsebene. Mische beispielsweise nicht „Schuhe“, „Outdoor“ und „Marke X“ auf derselben Ebene – ein Wanderschuh könnte in alle drei Kategorien passen, wodurch die Zuordnung unklar wird.
- Fasse eng verwandte Artikel zusammen, statt für jede Variante eine eigene Kategorie anzulegen.
Starte mit einer überschaubaren Auswahl statt mit dem vollständigen Katalog. Berücksichtige dabei:
- Kernsortiment: Produkte, die dein Geschäft prägen und zentrale Kaufwünsche abdecken.
- Bestseller: Artikel, deren Nachfrage du anhand deiner Verkäufe oder konkreter Kundenanfragen belegen kannst.
- Saisonale Produkte: Ergänzungen, für die gerade ein konkreter Kaufanlass besteht – etwa Gartenmöbel im Frühjahr.
Nutze Einzelprodukte, wenn Kunden gezielt ein bestimmtes Modell suchen oder Unterschiede kaufentscheidend sind. Fasse Varianten nur dann zu einer Produktgruppe zusammen, wenn sie dasselbe Grundprodukt und denselben Kaufbedarf betreffen. Vermeide parallele Einträge für eine Produktgruppe und sämtliche enthaltenen Varianten. Wähle entweder einen repräsentativen Gruppeneintrag oder gezielt unterscheidbare Einzelprodukte.
Produktname
- Nutze Produktart plus unterscheidendes Merkmal – etwa Material, Modell oder Einsatzbereich. „Umhängetasche aus Leder – Modell Clara“ sagt mehr als „Clara Premium“, weil Interessierte das Angebot ohne Vorwissen einordnen können.
- Stelle die Produktart nach vorn, damit sie auch bei gekürzter Darstellung erkennbar bleibt. Ergänze Marke oder Modell, wenn diese für die Kaufentscheidung relevant sind.
- Verzichte auf Werbeversprechen, durchgängige Großschreibung und aneinandergereihte Suchbegriffe. „BESTE TASCHE Leder Tasche kaufen Berlin“ erklärt das Produkt schlechter als eine präzise Bezeichnung.
Beschreibung
Die Beschreibung ist deutlich weniger wichtig, da diese erste angezeigt wird, wenn auf das Produkt geklickt wird. Ziel ist hier den Kunden zum Klick auf die Produktseite zu bewegen und weniger eine vollständige Beschreibung zu erstellen.
Am wichtigsten für die Beschreibung ist:
Nutzen für Kunden oder Einsatzzweck, Eigenschaften, die eine Kaufentscheidung beeinflussen: Material, Ausführung, Lieferumfang oder Kompatibilität.
Beispiel: „Diese Umhängetasche hält deine Alltagsgegenstände dank separater Innenfächer griffbereit. Der verstellbare Schulterriemen ermöglicht unterschiedliche Tragehöhen.“
Vermeide austauschbare Aussagen wie „höchste Qualität zum besten Preis“. Benenne stattdessen überprüfbare Eigenschaften und erkläre ihren Nutzen.
Produktbilder
Zeige das tatsächlich angebotene Produkt scharf, gut ausgeleuchtet und vor einem ruhigen Hintergrund. Lass rund um das Motiv etwas Platz, damit ein automatischer Beschnitt keine wesentlichen Teile abschneidet.
❌ Verzichte auf kleinteilige Collagen und Texttafeln – deren Inhalte sind in kleinen Vorschaubildern kaum lesbar.
Preis
Nenne den Preis der dargestellten Variante und halte ihn mit der Zielseite konsistent. Verwende einen Ab-Preis nur, wenn die günstigste Ausführung tatsächlich erhältlich ist.
Handlungsaufforderungen und passende Zielseiten
Passe die Handlungsaufforderung an den nächsten möglichen Schritt an: „Jetzt kaufen“ für eine direkt bestellbare Ware, „Verfügbarkeit anfragen“ für ein Angebot mit notwendiger Rücksprache.
Verlinke direkt auf das gezeigte Produkt. Die Zielseite sollte auf dem Smartphone Produktname, passende Variante, Preis und nächsten Handlungsschritt leicht erkennbar zeigen. Vermeide vorgeschaltete Werbeseiten oder unnötige Weiterleitungen.
Häufige Probleme beim Hinzufügen von Produkten lösen
Produktfunktion wird nicht angezeigt
Öffne dein Unternehmensprofil mit dem berechtigten Google-Konto in der Google-Suche am Desktop.
Suche in den Verwaltungsoptionen nach „Produkte bearbeiten“; die Bezeichnung kann je nach Oberfläche abweichen.
Prüfe bei fehlender Option, ob du das richtige Unternehmensprofil ausgewählt hast.
Teste die Verwaltung in einem anderen Browser, um ein lokales Darstellungsproblem einzugrenzen.
Achtung: Nicht jedes Profil bietet die Produktfunktion. Fehlt sie trotz korrektem Zugriff, kann das an der Unternehmenskategorie oder der Verfügbarkeit für dein Profil liegen. Ändere die Kategorie nicht nur zum Freischalten der Funktion – eine unzutreffende Kategorie beschreibt dein Unternehmen falsch und kann gegen Googles Vorgaben verstoßen.
Produkte werden nicht veröffentlicht oder abgelehnt
Öffne den betroffenen Produkteintrag in der Verwaltung.
Prüfe den angezeigten Status beziehungsweise einen vorhandenen Ablehnungshinweis.
Ein gespeicherter Eintrag ist nicht automatisch öffentlich sichtbar. Unterscheide zwischen laufender Prüfung, ausdrücklicher Ablehnung und einem veröffentlichten Produkt, das Google in der aktuellen Ansicht nicht ausspielt.
Korrigiere bei einer Ablehnung den konkret beanstandeten Inhalt.
Speichere den korrigierten Eintrag erneut.
Falls Google eine Überprüfung oder Einspruchsmöglichkeit anbietet, nutze sie bei einer aus deiner Sicht unbegründeten Ablehnung. Begründe dabei konkret, warum das Produkt die beanstandete Vorgabe erfüllt.
❌ Lege keine identische Kopie als Umgehung an – sie behebt den Ablehnungsgrund nicht. Für eine Supportanfrage helfen der genaue Hinweis, ein Screenshot und der betroffene Produktname.
Bilder, Preise oder Links werden nicht korrekt angezeigt
Öffne das betroffene Produkt im Bearbeitungsmodus.
Prüfe, ob der fehlerhafte Wert dort korrekt gespeichert ist.
Bild: Bei einem Uploadfehler kann eine beschädigte oder nicht unterstützte Datei die Ursache sein. Exportiere das Original erneut als JPG oder PNG.
Lade die neu exportierte Datei hoch.
Wird das Motiv nur abgeschnitten, verwende eine Bildversion mit mehr Abstand zwischen Produkt und Bildrand.
Preis: Korrigiere bei falscher Anzeige den gespeicherten Preis beziehungsweise die vorhandene Preisspanne. Stimmen die Eingabewerte, kann eine abweichende Darstellung an der jeweiligen Google-Ansicht liegen.
Link: Öffne die hinterlegte Zieladresse in einem privaten Browserfenster.
Eine Anmeldung, eine Fehlerseite oder eine unpassende Weiterleitung verhindert den direkten Produktzugriff. Ersetze eine fehlerhafte Adresse durch die öffentlich erreichbare Produkt-URL.
Änderungen sind in Google Maps noch nicht sichtbar
Rufe dein Unternehmensprofil in Google Maps ohne Anmeldung auf.
Vergleiche die Darstellung mit dem öffentlichen Profil in der Google-Suche.
Änderungen können zeitversetzt in unterschiedlichen Oberflächen erscheinen – eine fehlende Produktkarte in Maps beweist deshalb keine Ablehnung.
❌ Vermeide wiederholtes Löschen und Neuanlegen, weil dadurch neue Prüfungen ausgelöst werden können. Melde eine anhaltende Abweichung dem Support mit Screenshots beider Ansichten und dem Änderungsdatum.
Häufige Fragen
Wann die Funktion Produkte, Leistungen und Beiträge im Unternehmensprofil nutzen?
Nutze Produkte für konkrete Waren, die du verkaufst, und Leistungen für Tätigkeiten, die du für Kunden ausführst. Ein Fahrrad gehört in die Produkte; eine Fahrradinspektion in die Leistungen.
Auch ein Festpreis macht eine Dienstleistung nicht zum Produkt: Ein Haarschnitt oder ein Wartungspaket bleibt eine Leistung. Entscheidend ist, was Kunden kaufen – einen Gegenstand oder eine ausgeführte Arbeit.
Bietest du beides an, trenne die Angebote konsequent nach diesem Prinzip. Beispiel: Ein Optiker kann Brillen als Produkte und die Anpassung von Kontaktlinsen als Leistung darstellen.
Nutze Beiträge, wenn du einen aktuellen Anlass kommunizieren möchtest: eine Rabattaktion, eine Veranstaltung oder eine Neuigkeit. Ein dauerhaft erhältlicher Wanderrucksack gehört in den Produktbereich; die angekündigte Rabattwoche dafür in einen Angebotsbeitrag.
Wähle den Beitragstyp passend zum Anlass: „Angebot“ für eine Verkaufsaktion, „Veranstaltung“ für einen Termin und „Neuigkeit“ für eine allgemeine Mitteilung. Ersetze dein reguläres Produktangebot nicht durch eine Reihe von Beiträgen – sie dienen der aktuellen Kommunikation, nicht als übersichtlicher Katalog.
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Zu bevorzugten Quellen bei Google hinzufügenNils Peter Neumann
Ich bin Autor dieses Blogs und arbeite als SEO Experte für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

