Google Bewertungen löschen 2026 – Der komplette Leitfaden

Dieser Leitfaden zeigt dir alle realistischen Optionen, um Google Bewertungen entfernen zu lassen – von der einfachen Meldung über Einspruch und Legal Removal Request bis hin zu rechtlichen Schritten.

Inhalt

Rezension an Google melden

Eine Meldung bei Google ist immer dann sinnvoll, wenn eine Bewertung nicht auf einer echten Kundenerfahrung beruht oder gegen die Google-Richtlinien verstößt. Das ist deutlich häufiger der Fall, als viele Unternehmen vermuten.

Typische Beispiele:

  • Bewertungen von Wettbewerbern oder (ehemaligen) Mitarbeitern
  • Rezensionen ohne tatsächlichen Kontakt mit dem Unternehmen
  • Bewertungen mit personenbezogenen Daten oder beleidigendem Inhalt

1) Unternehmensprofil aufrufen

Achte darauf, dass du mit dem Google-Konto angemeldet bist, mit dem dein Google Unternehmensprofil verwaltet wird. Falls nicht, klicke in der Google-Suche oben rechts auf dein Profilbild und wechsle zum richtigen Konto:

Screenshot Google-Suche. Markiert ist das Profilbild des Google-Kontos.

Suche nun bei Google nach dem Namen deines Unternehmens, um zu deinem Google-Unternehmensprofil zu gelangen:

Screenshot des eines Google Unternehmensprofil Dashboards.

2) Die Bewertungen aufrufen

Scrolle etwas nach unten und klicke unter den Unternehmensdaten auf den blauen Link zu deinen Google-Rezensionen:

Markiert ist der Link zu den Google-Rezensionen auf einem Google Unternehmensprofil.

3) Die Bewertung melden

Klicke neben der betreffenden Bewertung auf das Symbol mit dem Ausrufezeichen:

4) Grund für die Meldung der Bewertung wählen

Anschließend öffnet sich ein Menü mit sieben möglichen Gründen, aus denen du die Rezension melden kannst:

Menü „Aus welchem Grund melden Sie die Rezension?“ in einem Google Unternehmensprofil.

Wähle nun den Grund aus, der am ehesten zutrifft.

Bei offensichtlichem Spam, Profanität, Mobbing oder Belästigung sowie Diskriminierung oder Hassrede sind die Erfolgschancen auf eine Entfernung der Rezension in der Praxis besonders hoch.

Klicke anschließend auf Bericht senden, um die Meldung abzuschließen:

Markiert ist die Auswahl “Persönliche Daten” im Menü “Aus welchem Grund melden Sie die Rezension” in einem Google Unternehmensprofil.

5) Status der Meldung prüfen

Nach dem Absenden einer Meldung kannst du den aktuellen Status jederzeit über das offizielle Google-Workflow-Tool einsehen:

👉 https://support.google.com/business/workflow/9945796?hl=de

Mögliche Ergebnisse:

  • Bewertung entfernt
  • Meldung abgelehnt
  • Prüfung noch offen

Wann verstößt eine Bewertung gegen die Richtlinien?

Ein Verstoß gegen die Richtlinien von Google liegt in den folgenden Fällen vor: 

  • Nicht zum Thema gehörend – Die Bewertung hat keinen Bezug zum Unternehmen oder zur angebotenen Leistung (z. B. aufgrund von Verwechslung des Unternehmens).

  • Spam – Automatisierte, irreführende oder massenhaft abgegebene Bewertungen, oft mit auffälligen Mustern (z. B. viele negative Rezensionen in kurzer Zeit).

  • Interessenskonflikt – Bewertungen von Wettbewerbern, (ehemaligen) Mitarbeitern oder anderen nicht neutralen Personen.

  • Profanität – Obszöne, vulgäre oder unangemessene Sprache.

  • Mobbing oder Belästigung – Persönliche Angriffe, Drohungen oder gezielte Herabwürdigung von Personen.

  • Diskriminierung oder Hassrede – Abwertende oder hetzerische Aussagen gegen Personen oder Gruppen aufgrund geschützter Merkmale.

  • Persönliche Daten – z. B. Veröffentlichung von Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen oder Namen von Mitarbeitern.

Hier findest du eine Aufzählung von sämtlichen Inhalten, die gegen die Richtlinien von Google verstoßen: 

👉 https://support.google.com/contributionpolicy/answer/7400114?hl=de

Wie Google gemeldete Rezensionen prüft

Google verwendet bei der Überprüfung von Rezensionen eine Kombination aus automatisierten Systemen und manuellen Prüfungen. Dabei werden unter anderem folgende Faktoren berücksichtigt:

  • Zeitliche Muster (z. B. mehrere negative Bewertungen in kurzer Zeit)

  • Verhaltensmuster des Kontos (neu erstellte Profile, kaum weitere Rezensionen, identische Formulierungen)

  • Inhaltliche Auffälligkeiten (sehr allgemeine Aussagen ohne konkrete Erfahrung)

Eine Rezension muss nicht offensichtlich werblich sein, um als Spam zu gelten! 

Auch scheinbar „echte“, natürlich formulierte Bewertungen können entfernt werden, wenn sie nicht auf einer realen Erfahrung basieren oder automatisiert erstellt wurden.

Gerade bei plötzlichen Bewertungswellen mit negativem Tonfall lohnt es sich daher, diese Rezensionen als Spam zu melden.

Verfasser der Bewertung kontaktieren

Während du auf die Entscheidung von Google wartest, kannst du versuchen, den Verfasser der Bewertung direkt zu kontaktieren und um eine Löschung zu bitten. In vielen Fällen ist dies der schnellste und unkomplizierteste Weg, um eine negative Rezension zu klären.

Vermeide Drohungen oder juristische Ansagen – das führt in der Praxis selten zur Löschung, sondern eher zur Eskalation.

Gerade bei kritischen Bewertungen beruht der negative Eindruck häufig auf einem Missverständnis, einer falschen Erwartung oder einer unvollständigen Information. Ein sachliches Gespräch kann helfen, diese Punkte aufzuklären und die Situation aus Sicht des Bewerters neu einzuordnen.

Voraussetzung ist, dass der Bewerter über ein öffentliches Google-Profil verfügt und Kontaktmöglichkeiten sichtbar sind. Achte bei der Kontaktaufnahme auf einen ruhigen, respektvollen und lösungsorientierten Ton.

🚨 Wichtig: Biete dem Bewerter keine Gegenleistung für die Löschung oder Änderung der Bewertung an. Solche Angebote verstoßen gegen die Google-Richtlinien und können auch wettbewerbsrechtlich problematisch sein.

Einspruch einlegen

Wird eine gemeldete Rezension von Google nicht entfernt, bedeutet das nicht, dass sie automatisch richtlinienkonform ist. In diesem Fall hast du die Möglichkeit, Einspruch gegen die Entscheidung einzulegen und eine erneute Prüfung zu beantragen.

Ein Einspruch ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Richtlinienverstoß klar begründbar ist, oder sich neue Informationen ergeben haben, die den Verstoß deutlicher machen.

Der Einspruch erfolgt über ein separates Formular von Google und nicht direkt im Unternehmensprofil:

👉 https://support.google.com/business/workflow/13569690?hl=de

Über dieses Formular kannst du eine oder mehrere Rezensionen auswählen, deren Ablehnung du überprüfen lassen möchtest.

Worauf es beim Einspruch ankommt

Beim Einspruch solltest du keinen allgemeinen Widerspruch einlegen („Die Bewertung ist unfair“), sondern konkret auf den Richtlinienverstoß eingehen. Entscheidend ist, warum die Bewertung gegen die Google-Richtlinien verstößt – nicht, warum sie dir schadet.

Bewährt hat sich dabei folgendes Vorgehen:

  • Genau einen passenden Meldegrund auswählen
    (z. B. Interessenskonflikt, Spam, persönliche Daten)
  • Kurz und sachlich begründen, warum dieser Meldegrund zutrifft
  • Keine Emotionen, keine Rechtfertigungen, keine Diskussion über Sterne oder Tonfall

Je klarer der Richtlinienverstoß formuliert ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Einspruch erfolgreich geprüft wird. Die Prüfung dauert meist mehrere Tage bis Wochen.

Wird auch der Einspruch abgelehnt, endet der Richtlinien-Prozess.

Antrag auf rechtliche Entfernung von Bewertungen

Verstößt die Bewertung aus deiner Sicht gegen geltendes Recht, eignet sich ein sogenannter Legal Removal Request. Diesen kannst du bereits parallel zu dem bereits beschriebenem Vorgehen stellen.

👉 https://support.google.com/legal/troubleshooter/1114905?hl=de

Google entscheidet hier nicht als Gericht, sondern nur, ob eine Rechtsverletzung plausibel dargelegt wurde.

Ein Legal Removal Request ist vor allem in zwei Fällen relevant:

  • bei Beleidigungen oder Schmähkritik
  • bei falschen Tatsachenbehauptungen

Ein Legal Removal Request ist keine Garantie für eine Entfernung, sondern eine rechtliche Prüfung seitens Googles auf Plausibilität.

Beleidigung / Schmähkritik

Bei Beleidigungen empfiehlt es sich, die konkrete Textstelle wörtlich zu zitieren und sachlich darzulegen, warum es sich um eine persönliche Herabwürdigung ohne Sachbezug handelt.

Entscheidend ist die Abgrenzung:

  • Zulässig: subjektive, überspitzte Meinungsäußerung mit Sachbezug
  • Unzulässig: reine Schmähkritik, deren Ziel ausschließlich die Herabwürdigung einer Person ist

Vorlage - Legal Removal Request bei Beleidigung

Die Aussage „der Chef dort ist ein kompletter Idiot“ stellt einen persönlichen Angriff ohne sachlichen Bezug dar.

Es handelt sich nicht um eine überprüfbare Tatsachenbehauptung, sondern um eine reine Schmähkritik, die ausschließlich der Herabwürdigung der betroffenen Person dient und damit das allgemeine Persönlichkeitsrecht verletzt.

Ich bitte um Prüfung und Entfernung der Bewertung im Rahmen des Notice-and-Takedown-Verfahrens.

Falsche Tatsachenbehauptung

Bei falschen Tatsachenbehauptungen genügt es in der Regel nicht, die Aussage pauschal zu bestreiten. Google erwartet – sofern möglich – konkrete Hinweise oder Nachweise, die belegen, dass die behauptete Tatsache objektiv unzutreffend ist.

Geeignet sind zum Beispiel:

  • Kassen- oder Transaktionsprotokolle
  • Öffnungs- oder Buchungsnachweise
  • sonstige zeitlich belegbare Dokumente

Vorlage - Legal Removal Request bei falscher Tatsachenbehauptung

Die Google-Bewertung enthält die objektiv falsche Tatsachenbehauptung, unser Geschäft sei „dauerhaft geschlossen“ gewesen.

Zum genannten Zeitpunkt fand der Geschäftsbetrieb nachweislich regulär statt. Als Beleg liegen entsprechende Kassen- und Transaktionsprotokolle mit Zeitstempeln vor.

Ich bitte um Prüfung und Entfernung der Bewertung im Rahmen des Notice-and-Takedown-Verfahrens.

Falsche Tatsachenbehauptungen und Beleidigungen können rechtlich relevant sein, dennoch gilt: Google nimmt keine abschließende juristische Bewertung vor. In Zweifelsfällen – insbesondere bei Aussage gegen Aussage – kann es vorkommen, dass eine Bewertung trotz Legal Removal Request bestehen bleibt.

In solchen Situationen kann es sinnvoll sein, rechtliche Unterstützung hinzuzuziehen, um eine mögliche Rechtsverletzung präzise und belastbar darzulegen.

Google Business Profile Community

Dieser Weg ist kein Standardprozess, sondern lediglich der Vollständigkeit halber erwähnt:

Ergänzend zu den formellen Melde- und Einspruchsverfahren gibt es die Google Business Profile Community. Dabei handelt es sich um ein öffentliches Forum von Google, in dem Unternehmen Fragen zu ihrem Google Unternehmensprofil stellen können. Die Antworten stammen von anderen Nutzern oder sogenannten Product Experts.

Die Community ist keine offizielle Beschwerdestelle und keine rechtliche Instanz. Product Experts können weder Bewertungen löschen noch verbindliche Entscheidungen treffen. Die Community kann jedoch hilfreich sein, wenn eine Bewertung offensichtlich gegen Richtlinien verstößt und eine frühere Entscheidung von Google offensichtlich fehlerhaft war. Dann kann eine erneute interne Prüfung angestoßen werden.

Rechtliche Schritte gegen Bewertungen einleiten

Sind alle bisherigen Schritte gescheitert – also Meldung, Einspruch und gegebenenfalls ein Legal Removal Request – bleibt als letzte Option, die Entfernung der Google Bewertung mit anwaltlicher Unterstützung zu verfolgen.

Rechtliche Schritte sind vor allem dann sinnvoll, wenn

  • eine klare Rechtsverletzung vorliegt (z. B. Beleidigung oder falsche Tatsachenbehauptung),
  • die Bewertung geschäftsschädigend ist und
  • der Aufwand in einem angemessenen Verhältnis zum möglichen Schaden steht.

Auch mit Anwalt gibt es keine Garantie auf eine Löschung. Ziel ist es, die Rechtsverletzung so präzise darzulegen, dass Google oder ein Gericht tätig wird.

1) Anwalt briefen

Je besser der Anwalt vorbereitet ist, desto schneller und gezielter kann er handeln. In der Praxis hat sich ein kompaktes Informationspaket bewährt, bestehend aus:

  • Screenshot der Bewertung (inkl. Datum, Sterne, Profilname)
  • direkter Link zur Bewertung bzw. zum Google-Maps-Eintrag
  • kurze Einordnung, warum die Bewertung aus deiner Sicht rechtswidrig ist
  • vorhandene Nachweise (z. B. Kassen- oder Transaktionsprotokolle bei der Behauptung „dauerhaft geschlossen“)
  • Chronologie der bisherigen Schritte (Meldung, Einspruch, Ablehnung)
  • Googles Ablehnungs-E-Mail oder Ablehnungstext

Bei Belegen solltest du darauf achten, personenbezogene Kundendaten zu schwärzen, um datenschutzrechtliche Probleme zu vermeiden.

2) Juristische Ersteinschätzung

Auf dieser Grundlage prüft der Anwalt zunächst die Erfolgsaussichten. Im Kern geht es dabei um Fragen wie:

  • Handelt es sich um eine Meinungsäußerung oder um eine Tatsachenbehauptung?
  • Liegt eine Beleidigung oder Schmähkritik vor?
  • Ist eine Tatsachenbehauptung objektiv falsch und belegbar?

Gleichzeitig wird festgelegt, gegen wen vorgegangen werden soll:

  • gegen Google als Plattform
  • gegen den Verfasser der Bewertung
  • oder gegen beide

Außerdem definiert der Anwalt das konkrete Ziel, etwa:

  • Entfernung der Bewertung (Takedown)
  • Unterlassung, damit die Aussage nicht erneut veröffentlicht wird
  • in Ausnahmefällen weitere Ansprüche wie Schadensersatz

3) Anwaltliche Notice an Google

In vielen Fällen folgt ein formelles anwaltliches Schreiben an Google. Dieses enthält typischerweise:

  • den genauen Wortlaut der beanstandeten Bewertung
  • die konkrete URL
  • eine klare rechtliche Begründung der behaupteten Rechtsverletzung
  • relevante Nachweise als Anlagen
  • eine Frist zur Stellungnahme oder Entfernung

Entscheidend dabei ist: Google wird damit kenntnisreich über eine mögliche Rechtsverletzung informiert. In der Praxis ist dies häufig bereits der Schritt, der zur Entfernung der Bewertung führt.

4) Vorgehen gegen den Bewerter (eher selten)

Ein direktes Vorgehen gegen den Verfasser der Bewertung ist in der Praxis eher die Ausnahme. Es kommt vor allem dann in Betracht, wenn:

  • die Identität des Bewerters sicher bekannt ist
  • eine ladungsfähige Anschrift vorliegt
  • die Aussage besonders schwerwiegend ist und über eine reine Löschung hinausgegangen werden soll

In solchen Fällen kann der Anwalt z. B.:

  • eine Abmahnung mit Unterlassungsaufforderung aussprechen
  • bei Weigerung weitere rechtliche Schritte einleiten

Ist der Bewerter anonym, läuft das Vorgehen nahezu immer über Google als Plattform.

5) Einstweilige Verfügung

Besteht ein erheblicher Zeitdruck – etwa bei massivem Reputations- oder Umsatzschaden – kann in Deutschland eine einstweilige Verfügung beantragt werden.

Dabei prüft ein Gericht kurzfristig, ob:

  • eine Rechtsverletzung vorliegt
  • die Dringlichkeit gegeben ist
  • die Vorwürfe ausreichend glaubhaft gemacht wurden (z. B. durch Screenshots und Nachweise)

Gibt das Gericht dem Antrag statt, entsteht für Google ein erheblicher rechtlicher Druck, die Bewertung zu entfernen.

6) Hauptsacheverfahren

Greift Google eine einstweilige Verfügung an oder wird Eilrechtsschutz nicht gewährt, bleibt als letzter Schritt ein Hauptsacheverfahren.

Dieses ist deutlich aufwendiger und umfasst:

  • umfangreichere Schriftsätze
  • gegebenenfalls Beweisaufnahme
  • einen längeren zeitlichen Verlauf

Ziel ist eine endgültige gerichtliche Entscheidung über Unterlassung und Entfernung der Bewertung.

Kosten–Nutzen-Abwägung bei rechtlichen Schritten

Rechtliche Schritte können wirksam sein, sind aber in vielen Fällen den Aufwand nicht Wert. Vor der Beauftragung eines Anwalts solltest du folgende Punkte abwägen:

  • Schwere der Bewertung: Einzelne negative Bewertungen mit geringer Reichweite rechtfertigen den Aufwand nicht. Anders sieht es bei klar rechtswidrigen, rufschädigenden Aussagen aus.

  • Nachweisbarkeit: Je eindeutiger eine Beleidigung oder falsche Tatsachenbehauptung belegbar ist, desto höher sind die Erfolgsaussichten – und desto sinnvoller ist der Einsatz eines Anwalts.

  • Wirtschaftlicher Schaden: Besteht ein messbarer Reputations- oder Umsatzverlust, kann sich der rechtliche Weg schnell lohnen.

  • Kosten & Zeitaufwand: Anwaltliche Schritte verursachen Kosten und können sich über Wochen und Monate ziehen. Eine Löschung ist auch hier nicht garantiert.

Google Bewertungen von Agentur löschen lassen?

Bei der Suche nach „Google Bewertungen löschen“ stoßen viele Unternehmen auf Agenturen, die versprechen, negative Rezensionen entfernen zu lassen. 

Wichtig vorab: 

Agenturen können Google Bewertungen nicht selbst löschen! 

Eine Entfernung ist ausschließlich durch Google oder durch den Verfasser der Bewertung möglich.

Seriöse Agenturen arbeiten daher nicht mit Löschversprechen, sondern unterstützen beim korrekten und strukturierten Vorgehen. Dazu gehört insbesondere die Prüfung, ob eine Bewertung gegen Google-Richtlinien verstößt, die sachliche Vorbereitung von Meldungen und Einsprüchen sowie – falls notwendig – die Unterstützung bei der Vorbereitung eines Legal Removal Requests. 

Die Entscheidung über eine Entfernung liegt immer bei Google, dem Verfasser oder eventuell einem Gericht.

Unseriös sind Angebote, die mit Aussagen wie „100 % Löschgarantie“ oder „jede Bewertung entfernbar“ werben. Eine Garantie auf Löschung existiert nicht – weder durch Agenturen noch durch Anwälte. Solche Versprechen basieren häufig auf irreführenden Erwartungen, intransparenten Methoden oder dem Umstand, dass der eigentliche Prüfprozess für Außenstehende schwer nachvollziehbar ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt: 

Rechtliche Bewertungen, Abmahnungen oder gerichtliche Schritte dürfen in Deutschland ausschließlich von zugelassenen Anwälten durchgeführt werden. Agenturen dürfen keine Rechtsberatung ersetzen. Seriöse Anbieter weisen darauf hin und arbeiten – wenn erforderlich – vorbereitend oder in Zusammenarbeit mit Kanzleien.

Eine Agentur kann sinnvoll sein, wenn viele Bewertungen geprüft werden müssen oder intern Zeit und Know-how fehlen. Entscheidend ist jedoch eine realistische Erwartungshaltung: Agenturen unterstützen den Prozess – sie entscheiden nicht über die Löschung!

Google Unternehmensprofil löschen

Das Löschen des eigenen Google Unternehmensprofils wird gelegentlich als letzter Ausweg gesehen, um negative Bewertungen loszuwerden. In der Praxis ist dieser Schritt jedoch keine zuverlässige Lösung, da Google Bewertungen nicht automatisch von Google Maps entfernt, nur weil ein Unternehmensprofil gelöscht wird.

Wird ein Profil gelöscht oder dauerhaft geschlossen markiert, können bestehende Bewertungen weiterhin öffentlich sichtbar bleiben – insbesondere dann, wenn Google den Eintrag als real existierendes Unternehmen einstuft. Ein neu erstelltes Unternehmensprofil für dasselbe Unternehmen führt zudem häufig dazu, dass Bewertungen dem neuen Profil wieder zugeordnet oder Profile zusammengeführt werden.

Hinzu kommt: Das bewusste Löschen und Neuanlegen eines Profils mit dem Ziel, Bewertungen zu umgehen, verstößt gegen die Richtlinien von Google und kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass neue Profile nicht freigegeben oder dauerhaft gesperrt werden.

In diesem Artikel zeige ich dir was du bei der Löschung deines Google Unternehmensprofils beachten musst:

👉 Google Unternehmensprofil VOLLSTÄNDIG löschen

Sachlich auf die negative Bewertung antworten

Auch wenn eine Bewertung unangebracht ist, kann eine ruhige und sachliche Antwort sinnvoll sein. Sie richtet sich weniger an den Verfasser der Rezension als vielmehr an potenzielle Kunden, die dein Unternehmensprofil lesen.

Eine professionelle Antwort zeigt, dass du:

  • Kritik ernst nimmst
  • lösungsorientiert handelst
  • auch in schwierigen Situationen souverän bleibst

Vermeide dabei unbedingt:

  • emotionale oder rechtfertigende Aussagen
  • persönliche Angriffe
  • Diskussionen über Details in der Öffentlichkeit

Oft entsteht beim Lesen einer sachlichen Antwort der Eindruck, dass es sich um ein Einzelproblem oder ein Missverständnis handelt – und nicht um ein strukturelles Problem deines Unternehmens.

Vorlage - Antwort auf eine Beleidigung

Wir legen großen Wert auf einen respektvollen Umgang – sowohl mit Kunden als auch untereinander. Pauschale persönliche Beleidigungen helfen leider nicht dabei, ein konkretes Anliegen nachzuvollziehen oder zu klären.

Sollten Sie eine konkrete Erfahrung gemacht haben, die Sie sachlich schildern möchten, laden wir Sie gerne ein, direkt Kontakt mit uns aufzunehmen.

Eine Antwort auf eine negative Rezension beeinflusst nicht direkt die Entscheidung von Google über eine Löschung. Sie kann jedoch helfen, indem sie Professionalität zeigt, den fehlenden Sachbezug deutlich macht und in manchen Fällen den Bewerter selbst zur Löschung bewegt.

Häufige Fragen zur Löschung von Google Bewertungen

Immer zuerst prüfen:

  1. Liegt ein Richtlinienverstoß vor? → Bewertung melden
  2. Wurde abgelehnt? → Einspruch
  3. Rechtlich relevant? → Legal Removal Request oder Anwalt

In der Praxis erfolgt die Prüfung meist innerhalb weniger Tage. Im Fall von Einsprüchen und rechtlichen Prüfungen, kann der Prozess auch Wochen bis Monate dauern.

Nein. Das Melden von Richtlinienverstößen hat keine negativen Auswirkungen auf dein Google Unternehmensprofil und gilt nicht als Manipulation.

Jetzt weiterlesen

In diesem Artikel zeige ich dir verschiedene zulässige und nachhaltige Methoden, wie du systematisch neue Google-Bewertungen erhältst, ohne gegen Richtlinien zu verstoßen:

👉 Schnell Google Bewertungen erhalten – Die Top 5 Maßnahmen + Vorlagen

Genannte Gesetze:

Strafgesetzbuch (StGB) § 185 Beleidigung

Die Beleidigung wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Beleidigung öffentlich, in einer Versammlung, durch Verbreiten eines Inhalts (§ 11 Absatz 3) oder mittels einer Tätlichkeit begangen wird, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Quelle: Bundesministerium der Justiz - Strafgesetzbuch (StGB) § 185 Beleidigung

Strafgesetzbuch (StGB) § 187 Verleumdung

Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten eines Inhalts (§ 11 Absatz 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Quelle: Bundesministerium der Justiz - Strafgesetzbuch (StGB) § 187 Verleumdung

Wichtig: Die rechtlichen Informationen wurden von mir nach besten Wissen für dich zusammengetragen. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der genannten Informationen kann ich nicht garantieren. Ein Artikel kann nie eine rechtliche Beratung ersetzen!

Ich bin Autor dieses Blogs und arbeite als SEO Experte für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Schreibe JETZT deine Nachricht in das Kommentarfeld, wenn du Fragen zu der Löschung von Google Bewertungen oder SEO hast.

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