Was tun, wenn Konkurrenten Google Bewertungen kaufen?

In diesem Artikel erfährst du warum gekaufte Google Bewertungen ein reales Geschäftsrisiko sind und wie du manipulierte Bewertungen erkennst und belegst.

Inhalt

Warum gekaufte Google Bewertungen ein echtes Problem sind

Google Bewertungen sind kein „Nice-to-have“. Für lokale Unternehmen sind sie einer der stärksten Entscheidungshebel überhaupt.

In einer Studie von Uberall konnte gezeigt werden, dass bereits ein Bewertungsunterschied von 0,1 Sternen eine 25 prozentige Verbesserung in der Konvertierung ausmachen kann. Zusätzlich werden Unternehmen mit hohen Bewertungen häufiger auf Google Maps angezeigt.

Bewertungskauf ist deshalb kein „unfairer Trick“, den man ignorieren kann. Unendeckter Kauf von positiven Bewertungen verzerrt den Wettbewerb und kann sich drastisch auf den Umsatz von lokalen Unternehmen auswirken.

Wer versteht, warum das passiert, kann gezielt reagieren – ohne sich selbst angreifbar zu machen.

Anbieter für negative Google Bewertungen

Gekaufte Google Bewertungen werden meist mit 5-Sterne-Rezensionen in Verbindung gebracht. Was viele nicht wissen: Auch negative Bewertungen werden zur aktiven Schädigung von Wettbewerbern gekauft – und zwar im größerem Umfang als viele annehmen!

Rechtlich ist dieses Vorgehen schwerwiegender als der Kauf positiver Bewertungen, da neben wettbewerbsrechtlicher Verstöße hier auch eine massive Rufschädigung des betroffenen Unternehmens erzeugt werden kann.

Falls du davon betroffen sein solltest empfehle ich dir dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung zu folgen, um Google die betreffenden Rezensionen möglichst schnell zu melden:

👉 Google Bewertungen löschen lassen - Der komplette Leitfaden

Risiko des Kaufs positiver Bewertungen

Wenn Konkurrenten positive Google Bewertungen kaufen, bewegen sie sich gleich auf zwei Ebenen im Risiko:

  1. gegenüber Google (Richtlinienverstoß)
  2. gegenüber dem Gesetz (Wettbewerbsrecht)

Nicht jeder Richtlinienverstoß ist auch rechtswidrig – aber nicht deklarierte gekaufte und veröffentlichte Bewertungen zu Produkten oder Dienstleistungen stellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht dar.

Was Google als Richtlinienverstoß wertet

Google verfolgt im eigenen Interesse bei Bewertungen ein klares Ziel: Rezensionen sollen echte, unbeeinflusste Kundenerfahrungen widerspiegeln. Deshalb verbietet Google alles, was Bewertungen künstlich verzerrt oder beeinflusst.

Die möglichen Folgen aus Google-Sicht:

  • Entfernung einzelner oder mehrerer Bewertungen
  • Einschränkungen des Google Unternehmensprofils
  • Reduzierung der Sichtbarkeit des Profils
  • Sperrung des Unternehmensprofils 

Google reagiert nicht immer sofort. Manipulationen können längere Zeit sichtbar bleiben – bis Muster erkannt oder gemeldet werden.

Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht

Bewertungen gelten als soziale Bewährtheit und sind für viele Nutzer kaufentscheident. Wer diese künstlich erzeugt, kann damit eine Irreführung verursachen.

Rechtlich relevant wird der Kauf von Bewertungen insbesondere dann, wenn:

  • Bewertungen nicht auf echten Kundenerfahrungen beruhen
  • sie gezielt eingesetzt werden, um Kaufentscheidungen zu beeinflussen
  • Mitbewerber dadurch benachteiligt werden

Die Grenze verläuft dort, wo Bewertungen nicht mehr frei, unabhängig und unbeeinflusst geschrieben und veröffentlicht werden.

Woran erkennt man, dass Unternehmen Bewertungen kaufen?

Einzelne positive Bewertungen lassen sich fast nie sicher als „gekauft“ beweisen. Entscheidend sind Muster, Cluster und Unstimmigkeiten über mehrere Rezensionen hinweg.

Genau dort hinterlassen gekaufte oder koordinierte Bewertungen fast immer Spuren.

Wichtig vorab: Es geht nicht darum einen eindeutigen Beweis zu erbringen, sondern plausible Auffälligkeiten systematisch Google darlegen zu könnnen.

Gekaufte oder manipulierte Bewertungen haben häufig Auffälligkeiten, die sie von einem natürlichen Bewertungsprofil unterscheiden:

Textliche Auffälligkeiten

  • Sehr generische Aussagen ohne Kontext („Top Service“, „Alles perfekt“, „Sehr empfehlenswert“)
  • Keine konkreten Leistungen, Produkte oder Situationen
  • Unnatürlich werbliche Formulierungen, eher Marketing als Erfahrung
  • Wiederkehrende Wortwahl, Satzstruktur oder Interpunktion
  • Auffällige Häufung bestimmter Keywords (z. B. Hauptleistung + Ort immer wieder)

Inhaltliche Widersprüche

  • Lob für Leistungen, die gar nicht angeboten werden
  • Falsche Produktnamen oder unpassende Branchenbegriffe
  • Bewertungen, die offensichtlich nicht zur Dienstleistung passen

Zeitliche Muster

  • Viele 5-Sterne-Bewertungen in sehr kurzer Zeit
  • Regelmäßige Serien (z. B. alle 3–4 Tage exakt eine Bewertung)
  • Auffällige Peaks nach längerer Inaktivität

Auffällige Bewerterprofile

  • Profile mit nur 1–2 Bewertungen insgesamt
  • Keine Fotos, keine Historie, keine Ortsbezüge
  • Bewertungen aus anderen Städten oder Ländern ohne Bezug zum Unternehmen
  • Mehrere neue Profile mit sehr ähnlichem Bewertungsverhalten

Wie sehen echte Bewertungen von Kunden aus?

Authentische Bewertungen von Kunden wirken selten perfekt – und genau das macht sie glaubwürdig.

Typische Merkmale echter Rezensionen

  • Konkrete Details (z. B. Mitarbeitername, Ablauf, Problem + Lösung)
  • Natürliche Sprache mit kleinen Brüchen oder Nuancen
  • Ausgewogene Bewertung („war gut, aber …“)
  • Unterschiedliche Längen, Stile und Schwerpunkte
  • Realistische Streuung bei den Sternen
  • Zeitlich organische Verteilung
  • Echte Kunden reden über Erfahrungen!

Beweise sichern

Bevor du Bewertungen meldest, eskalierst oder rechtliche Schritte prüfst, gilt eine zentrale Regel:

🚨 Erst dokumentieren. Dann handeln.

Denn Google entfernt häufig Inhalte – teilweise auch während eines Prüfprozesses. Ohne saubere Dokumentation verlierst du im Zweifel die Grundlage für spätere juristische Auseinandersetzungen.

Sichere für jede auffällige Bewertung:

Screenshot der Bewertung
– inklusive Datum, Sternebewertung, Text und Profilname

Screenshot des Bewerterprofils
– sichtbar: Anzahl der Bewertungen, ggf. Ortsangaben

URL des Google Unternehmensprofils
– idealerweise zusätzlich die direkte URL der Bewertung

Zeitlicher Verlauf
– einfache Liste oder Tabelle mit Datum und Uhrzeit der Bewertungen
– besonders wichtig bei Clustern oder Serien

Eine lose Sammlung von Screenshots reicht oft nicht aus.

Sinnvoll ist:

  • eine chronologische Übersicht
  • Markierung wiederkehrender Formulierungen
  • Hinweise auf zeitliche Häufungen
  • kurze Notizen zu inhaltlichen Widersprüchen

Das Ziel ist, ein plausibles Gesamtbild zu erzeugen.

Wichtiger Hinweis: Mache niemals öffentliche Unterstellung gegen einen Wettbewerber, die du nicht eindeutig Beweisen kannst. Das könnte dir später als rufschädigend ausgelegt werden

Saubere Beweise sind die Grundlage für, erfolgreiche Meldungen bei Google und spätere rechtliche Schritte. 

Google Bewertungen des Konkurrenten melden und rechtliche Schritte

Du kannst Bewertungen von Google löschen lassen, wenn diese gegen Googles Richtlinien oder Gesetze in deinem Land verstoßen. Auch Bewertungen die vom Inhalt her authentisch klingen, können von Google als Spam eingeordnet werden. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Muster bei den Accounts de Verfasser erkannt werden, die auf Spam hindeuten.

Folge dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung, um Google die betreffenden Rezensionen auf einem Google Unternehmensprofil zu melden:

👉 Google Bewertungen löschen lassen – Der komplette Leitfalden

In dieser Anleitung zeige ich dir auch alle weiteren Optionen, die du hast um eine Löschung zu Erwirken (Einspruch, Legal Removal Request, rechtliche Schritte, etc.)

Häufige Fragen

Eine einzelne Meldung an Google ist unproblematisch und die Ablehnung einer Meldung von Google hat in der Regel keine negativen Konsequenzen für dich.

Problematisch wird es erst, wenn das folgende zutrifft:

  • du wiederholt ständig ohne Grundlage Meldungen 
  • du machst die Meldung öffentlich
  • du behauptest bewusst falsche Tatsachen beim Einspruch gegen die Meldung

Deshalb: sachlich bleiben, dokumentieren, keine Unterstellungen formulieren.

Nein. Google entfernt oft einzelne Bewertungen, ganze Bewertungscluster oder wertet Accounts intern ab. In manchen Fällen in denen der Verstoß nicht eindeutig ist, sinkt die Sichtbarkeit eines Profils, ohne dass Bewertungen sichtbar verschwinden.

Ein direkter „Support-Kontakt“ für Bewertungsmanipulation existiert nicht. Der offizielle Weg ist die Meldung einzelner Bewertungen auf dem jeweiligen Profil und ggf. Einspruch / Legal Removal Request / rechtliche Schritte.

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Ich bin Autor dieses Blogs und arbeite als SEO Experte für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Schreibe JETZT deine Nachricht in das Kommentarfeld, wenn du Fragen zu Google Bewertungen oder SEO hast.

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