Google Unternehmensprofil gesperrt – Das ist jetzt zu tun!

In diesem Artikel zeige ich dir:

  • Warum dein Google Unternehmensprofil (früher Google My Business) gesperrt wurde
  • Was du jetzt Schritt für Schritt tun musst, um es wiederherzustellen
  • Wie du künftige Sperrungen vermeidest

Inhalt

Was eine Sperre bedeutet

Wenn dein Google Unternehmensprofil gesperrt wurde, ist das kein kosmetisches Problem. Es ist ein vollständiger Sichtbarkeitsverlust in einem der wichtigsten lokalen Kanäle.

Konkret heißt das:

❌ Dein Unternehmen erscheint nicht mehr in Google Maps

❌ Du wirst nicht mehr in der lokalen Suche ausgespielt

❌ Telefonnummer, Adresse und Öffnungszeiten sind für Nutzer nicht sichtbar

❌ Viele potenzielle Kunden gehen davon aus, dass dein Unternehmen geschlossen ist

Bewertungen, Fotos und Inhalte sind zwar technisch noch vorhanden – sie sind aber für Nutzer unsichtbar, solange das Profil gesperrt ist.

Gerade für lokale Dienstleister, Praxen, Restaurants oder Geschäfte kann das innerhalb weniger Tage zu massiven Umsatzeinbrüchen führen. Die meisten Anfragen aus Google Maps sind spontan – und genau diese fallen komplett weg.

Warum Google Unternehmensprofile gesperrt werden

Google sperrt ein Unternehmensprofil nicht willkürlich. In nahezu allen Fällen gibt es klare Auslöser, die sich in wenige Hauptbereiche einteilen lassen.

Das Problem:

Google nennt im Sperrhinweis meist keinen konkreten Grund. Genau deshalb ist es so wichtig, die typischen Ursachen zu kennen und systematisch zu prüfen.

Richtlinien- und formale Verstöße

Das ist der häufigste Sperrgrund.

Typische Auslöser:

  • Keywords im Namen des Unternehmens, die dort nicht hingehören
    (z. B. „Zahnarzt München Notdienst 24h“ statt nur des echten Firmennamens)

  • Falsche oder irreführende Kategorien
    (z. B. Hauptkategorie passt nicht zur tatsächlichen Leistung)

  • Mehrere Profile für denselben Standort
    – bewusst oder unbewusst angelegt
    – oft durch frühere Agenturen, alte Umzüge oder frühere Namen des Unternehmens

  • Virtuelle Büros, Co-Working-Spaces oder Scheinadressen: Google akzeptiert in der Regel nur dauerhaft besetzte Geschäftsstandorte (mit Ausnahmen für Service Area Businesses, bei denen die Dienstleistung beim Kunden zu Hause durchgeführt wird.

🚨 Wichtig: Ein solches Unternehmensprofil kann monatelang oder sogar jahrelang problemlos funktionieren, bevor Google es sperrt. Die Sperre kommt oft erst nach einer Prüfung oder Änderung.

Vertrauensprobleme durch Inkonsistenzen

Google bewertet das Unternehmensprofil nicht isoliert, sondern immer im Gesamtkontext.

Häufige Probleme:

  • Abweichender Name des Unternehmens zwischen Google Profil, Website, Impressum, Branchenverzeichnissen, usw.
  • Unterschiedliche Adressen oder Schreibweisen
    (Straße ausgeschrieben vs. abgekürzt, Hausnummer-Zusätze, alte Standorte)
  • Unterschiedliche Telefonnummern, die nicht eindeutig dem Unternehmen zuzuordnen sind
  • Unpassende Website: Bei der im Google Unternehmensprofil angegebenen Website des Unternehmens handelt es sich um eine andere Art von Unternehmen.

Je widersprüchlicher diese Informationen, desto geringer ist das Vertrauen – und desto höher die Wahrscheinlichkeit für eine Sperre.

Kritische Änderungen & technische Trigger

Viele Sperren passieren nach einer Änderung des Google Unternehmensprofils:

  • Unnatürliche Änderungen, wie z.B. gleichzeitiges Ändern von (Name, Adresse, Website und Kategorie.
  • Änderung sensibler Felder wie:
    – Unternehmensname
    – Adresse
    – Hauptkategorie
    – Geschäftsart

Solche Änderungen können automatische Prüfungen auslösen – selbst dann, wenn die Angaben korrekt sind.

Fehl-Sperren

Ja, es gibt sie: Fehl-Sperren. Diese entstehen zum Beispiel durch:

  • Automatische Systeme, die das Unternehmensprofil fälschlich als Risiko einstufen
  • Häufige Meldungen von Nutzern (z. B. Wettbewerbern)
  • Unklare oder widersprüchliche externe Signale

Auch bei einer Fehlsperre musst du den gleichen sauberen Entsperrungsprozess von Google durchlaufen:

Einspruch gegen die Sperrung einlegen in 3 Schritten

1) Grund für die Sperrung herausfinden

Wenn dir der konkrete Grund für die Sperrung bisher nicht klar ist, solltest du vor dem Einspruch die offiziellen Richtlinien von Google prüfen.

👉 Richtlinien für die Präsentation deines Unternehmens auf Google

Hier findest du alle Vorgaben zur korrekten Darstellung deines Unternehmens – inklusive zusätzlicher Informationen für Ketten, Abteilungen und selbstständige Fachkräfte.

2) Beweise und Unterlagen vorbereiten

Diese Seite vom Google Support erklärt dir, wie mit einem gesperrten oder deaktivierten Unternehmensprofil umgegangen wird und welche Angaben und Dokumente beim Einspruch von Google erwartet werden:

👉 Probleme mit gesperrten oder deaktivierten Profilen beheben

3) Einspruch einmalig über das offizielle Google-Formular einreichen

Der Einspruch muss ausschließlich über das offizielle Formular von Google erfolgen. Mehrere oder parallele Anfragen verzögern den Prozess in der Regel.

👉 Einsprüche für deine Unternehmensprofile verwalten

Was Google nach dem Einspruch intern prüft

Nachdem du den Einspruch eingereicht hast, verschwindet dein Antrag zunächst in einem Prozess, der für Außenstehende kaum transparent ist. Genau das sorgt bei vielen für Verunsicherung.

Wichtig zu verstehen: Google prüft Einsprüche nicht manuell von Anfang bis Ende, sondern kombiniert automatische Systeme mit punktuellen manuellen Kontrollen.

Automatische Prüfungen

In einem ersten Schritt wird dein Unternehmensprofil automatisch mit bestehenden Daten abgeglichen.

Dabei prüft Google unter anderem:

  • ob Name, Adresse und Website des Unternehmens konsistent sind
  • ob die eingereichten Belege formal plausibel wirken
  • ob es bekannte Konflikte gibt (z. B. Dubletten, frühere Sperren, widersprüchliche Signale)

Sind die angegebenen Informationen hier unstimmig, wird der Einspruch oft ohne weitere Rückfragen von Google abgelehnt.

Manuelle Prüfungen

Besteht dein Einspruch die automatische Vorprüfung, kann er an eine manuelle Prüfung weitergegeben werden.

Dabei schaut Google insbesondere auf:

  • die Übereinstimmung von Belegen und Profilangaben
  • die Außenkommunikation (Website, Impressum, öffentlich sichtbare Informationen)
  • frühere Änderungen oder Auffälligkeiten im Profilverlauf

Diese Prüfungen sind nicht standardisiert. Deshalb unterscheiden sich Bearbeitungszeiten und Rückmeldungen teilweise stark.

Warum Antworten oft allgemein gehalten sind

Viele Rückmeldungen von Google wirken aus Nutzersicht unkonkret oder unpersönlich. Das ist kein Zufall.

Gründe dafür sind:

  • Skalierung: Einsprüche werden weltweit in großer Zahl bearbeitet
  • Vermeidung von Missbrauch: Zu konkrete Informationen könnten gezielt ausgenutzt werden
  • Automatisierte Antwortbausteine im Prüfprozess

Das bedeutet: Eine knappe oder allgemeine Antwort heißt nicht automatisch, dass dein Einspruch von Google nicht ernsthaft geprüft wurde.

Was du während der Prüfung tun solltest (und was nicht)

Während dein Einspruch geprüft wird, gilt eine klare Regel:

🚨 Keine Änderungen am Profil vornehmen.

Jede Anpassung – selbst eine scheinbar harmlose – kann:

  • den Prüfprozess zurücksetzen
  • neue automatische Prüfungen auslösen
  • den Einspruch verzögern oder gefährden

Typische Fehler beim Einspruch

Viele Einsprüche scheitern wegen vermeidbarer Fehler im Ablauf. Die folgenden Punkte sind die häufigsten Gründe, warum sich Entsperrungen unnötig verzögern oder scheitern.

Diese Fehler solltest du unbedingt vermeiden:

❌ Mehrere Einsprüche parallel einreichen: Mehrere Tickets oder Formulare gleichzeitig zu eröffnen, beschleunigt nichts. Im Gegenteil: Der Prozess wird oft zurückgesetzt oder blockiert.

❌ Während der Prüfung Änderungen am Profil vornehmen: Auch kleine Anpassungen (z. B. Öffnungszeiten, Beschreibung, Kategorien) können neue Prüfungen auslösen und den laufenden Einspruch gefährden.

❌ Romanlange Erklärungen schreiben: Google bewertet keine Absichten oder Erklärungen, sondern prüfbare Fakten. Lange Texte ohne Belege helfen nicht.

❌ Widersprüchliche oder unpassende Belege einreichen Dokumente, die nicht exakt zu Name, Adresse oder Geschäftsmodell passen, führen häufig zu Ablehnungen.

❌ Ein neues Profil anlegen „zur Sicherheit“: Das wird von Google oft als Umgehungsversuch gewertet und verschlechtert die Ausgangslage deutlich.

Wann eine Entsperrung realistisch nicht mehr möglich ist

In bestimmten Fällen ist eine Entsperrung durch Google sehr unwahrscheinlich oder dauerhaft ausgeschlossen – unabhängig davon, wie sauber der Einspruch formuliert ist.

Nicht zulässige Geschäftsmodelle

Wenn das Geschäftsmodell grundsätzlich nicht den Richtlinien entspricht, führt auch ein korrekter Einspruch nicht zum Erfolg.

Dazu zählen unter anderem:

  • rein virtuelle Standorte ohne reale Geschäftstätigkeit
  • Briefkastenadressen
  • dauerhaft unbesetzte Büros
  • Geschäftsmodelle, die Google nicht als lokal auffindbar einstuft

In diesen Fällen fehlt die Grundlage für ein dauerhaft aktives Unternehmensprofil.

Wiederholte oder schwerwiegende Richtlinienverstöße

Ein Unternehmensprofil mit einer problematischen Historie hat es deutlich schwerer.

Typische Konstellationen:

  • das Unternehmensprofil wurde bereits mehrfach von Google gesperrt
  • wiederholte Einsprüche mit widersprüchlichen Angaben
  • frühere Umgehungsversuche (z. B. neues Unternehmensprofil statt Einspruch)

Je häufiger ein Profil negativ auffällt, desto geringer wird das Vertrauen von Google – und desto höher die Hürde für eine erneute Freischaltung.

Dauerhafte Inkonsistenzen, die sich nicht auflösen lassen

Manche Fälle scheitern nicht an fehlenden Belegen, sondern an strukturellen Widersprüchen.

Beispiele:

  • Unternehmensname oder Adresse lassen sich extern nicht konsistent darstellen
  • Website, Impressum und Geschäftsdokumente widersprechen sich
  • Standort ist rechtlich oder praktisch nicht eindeutig zuordenbar

Wenn diese Widersprüche nicht auflösbar sind, fehlt die Grundlage für eine Wiederherstellung.

👉 In diesem Artikel zeige ich dir, wie du vorgehen musst, wenn dein Unternehmen keine Adresse mit Kundenverkehr hat (Einzugsgebiet).

Sperrung, Aussetzung oder eingeschränkte Sichtbarkeit – was ist der Unterschied?

Nicht jedes Problem mit einem Google Unternehmensprofil ist gleich eine vollständige Sperrung. In der Praxis werden diese Zustände häufig vermischt – was zu falschen Maßnahmen führt.

Eine klare Unterscheidung hilft, richtig zu reagieren:

Vollständige Sperrung (Suspendierung)

Das ist der schwerwiegendste Fall – und der, welcher in diesem Artikel behandelt wurde: 

  • Profil ist nicht mehr sichtbar
  • Verwaltung im Konto eingeschränkt oder nicht möglich
  • Einspruch über offizielles Formular von Google notwendig

Ursache sind meist Richtlinienverstöße, Inkonsistenzen oder Prüfungen mit negativem Ergebnis.

Aussetzung/Deaktivierung durch Google

Hierbei wird das Profil vorübergehend deaktiviert, z. B. wegen:

  • ungeklärter Änderungen
  • fehlender Verifizierung
  • technischer Prüfungen

Unterschied zur Sperrung:

  • häufig temporär
  • teilweise automatisiert
  • kann sich ohne Einspruch wieder lösen

Trotzdem sollte der Zustand ernst genommen werden, da daraus eine echte Sperrung entstehen kann.

Eingeschränkte Sichtbarkeit

In diesem Fall ist das Profil noch aktiv, aber deutlich weniger sichtbar als vergleichbare Unternehmen.

Typische Anzeichen:

  • deutlich weniger Sichtbarkeit in Google Maps
  • Einbruch bei Aufrufen oder Anfragen
  • Profil erscheint nur noch bei exakten Suchanfragen

Ursachen sind oft:

  • Vertrauensverluste
  • inkonsistente Signale
  • ungeklärte Änderungen

Hier ist kein Einspruch nötig, sondern eine saubere Optimierung des Unternehmensprofils.

Wie du künftige Sperrungen vermeidest

Nach einer erfolgreichen Entsperrung ist das Ziel klar:

Nicht erneut auffallen!

Viele erneute Sperrungen entstehen nicht durch neue Verstöße, sondern durch unbedachte Änderungen nach der Wiederherstellung.

Änderungen am Profil nur kontrolliert durchführen

Nach einer Sperre steht dein Profil von Google unter erhöhter Beobachtung.

Deshalb gilt:

  • Keine häufigen Änderungen in kurzer Zeit
  • Keine „Optimierungen auf Verdacht“
  • Keine gleichzeitigen Anpassungen mehrerer Felder

Wenn Änderungen notwendig sind, dann:

  • ein Feld nach dem anderen
  • mit zeitlichem Abstand
  • immer konsistent zur Website und Außenkommunikation

Stammdaten stabil halten

Nach der Entsperrung solltest du diese Kerndaten nicht mehr regelmäßig anfassen.

Dazu gehören:

  • Unternehmensname
  • Adresse
  • Hauptkategorie
  • Website-URL

Änderungen an diesen Punkten sollten nur erfolgen, wenn sie zwingend notwendig sind (z. B. echter Umzug oder offizielle Namensänderung).

Vorsicht bei externen Zugriffen & Tools

Viele Probleme entstehen nicht durch den Inhaber selbst, sondern durch Dritte.

Achte darauf:

  • Nur notwendigen Personen Zugriff zu geben
  • Alte Agentur-Zugriffe zu entfernen
  • Keine automatisierten Tools zu nutzen, die unkontrolliert Änderungen vornehmen.

Je weniger Akteure Änderungen durchführen können, desto stabiler bleibt das Profil.

Jetzt weiterlesen

In den folgenden Ratgebern findest du Local-SEO-Tipps, die dir dabei helfen, dein Google Unternehmensprofil sichtbarer zu machen:

👉 Google Unternehmensprofil einrichten – Der komplette Leitfaden

👉 Schnell Google Bewertungen erhalten – Die Top 5 Maßnahmen + Vorlagen

👉 Lokale Keyword-Recherche in 3 Schritten – mit Gratis-Tools!

Häufige Fragen

Das ist sehr unterschiedlich. In der Praxis reicht die Spanne von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen.

Entscheidend sind:

  • Vollständigkeit der eingereichten Belege
  • Klarheit der Angaben
  • ob Nachfragen von Google notwendig sind

Unvollständige Einsprüche verlängern den Prozess fast immer.

Nein. Bewertungen, Fotos und Inhalte bleiben technisch erhalten, sind aber während der Sperre nicht sichtbar. Nach einer erfolgreichen Entsperrung erscheinen sie in der Regel wieder.

Nein. Ein neues Profil anzulegen, während ein bestehendes gesperrt ist, verschlechtert die Situation meist deutlich und kann zu dauerhaften Problemen führen.

In diesem Fall solltest du:

  • den Ablehnungsgrund genau prüfen
  • fehlende oder unklare Belege gezielt Google nachreichen
  • keinen identischen Einspruch erneut einreichen

Mehrere gleiche Anträge ohne Anpassung führen selten zum Erfolg.

In vielen Fällen ja – aber eingeschränkt. Du kannst das Unternehmensprofil meist noch sehen, solltest aber keine Änderungen vornehmen, solange der Einspruch geprüft wird.

In der Regel ja, es kann aber kurzfristige Verzögerungen geben, bis das Unternehmensprofil wieder vollständig in Google Maps erscheint und alle Statistiken korrekt angezeigt werden.

Bei einer vollständigen Sperrung nein. Der reguläre Support verweist in diesen Fällen immer auf das offizielle Einspruchsformular. Direkter Kontakt beschleunigt den Prozess nicht.

Sinnvoll ist der Support von Google bei:

  • technischen Problemen
  • Verifizierungsfehlern
  • unklaren Kontozugriffsproblemen

Ich bin Autor dieses Blogs und arbeite als SEO Experte für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Schreibe JETZT deine Nachricht in das Kommentarfeld, wenn du Fragen zu SEO hast.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Cookie Consent Banner von Real Cookie Banner